| Andreas Müller (Bündnis 90/Die Grünen) |
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Eingang: 11. Februar 2006, 00:48 Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren, als Ihr bündnisgrüner Kandidat im Wahlkreis 41 (Querfurt) bin ich ein prinzipieller Gegner der geplanten Schweinemastanlage in Allstedt. Ich weiß mich in dieser Haltung einig mit den Mitgliedern des bündnisgrünen Landesverbandes. Der Landesparteitag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat bereits am 6. November 2004 in Zerbst einstimmig einen Beschluss zur Thematik gefasst. Dort heißt es: „Die geplante Anlage in ihrer jetzigen Größe weckt unseren Widerstand, weil sie unter
Tierschutzaspekten ethisch nicht vertretbar ist, die Gefahr großflächiger Belastungen durch
Emissionen besteht und sie die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Region gefährdet. […] Aus meiner Sicht darf die geplante Schweinemastanlage in Allstedt jedoch nicht isoliert betrachtet werden. Bereits jetzt werden in Sachsen-Anhalt 2,8 Mio. Schweine pro Jahr geschlachtet. 2005 waren es 378 000 Tiere mehr als im Jahr 2004. Eine weitere Erhöhung der Bestände in Sachsen- Anhalt (derzeit werden im Land etwa 958 000 Schweine gehalten) erscheint nicht sinnvoll. In Allstedt wird die Notwendigkeit zur Fortsetzung der von Renate Künast angestoßenen Agrarwende aufgezeigt. Wir brauchen dringend eine Abkehr von der industriellen Massentierhaltung und der intensiven Landwirtschaft. Wir brauchen faire Preise für landwirtschaftliche Produkte und eine stärkere Orientierung auf die biologische Landwirtschaft. Dafür werde ich mich im sachsenanhaltischen Landtag einsetzen! Für den Bereich des Flugplatzes Allstedt bevorzuge ich eine naturverträgliche touristische Nutzung. Neue Projekte dürfen Erreichtes an Entwicklung in der Region nicht gefährden! Gemeinsam mit Ihnen werde ich mich für eine Rückabwicklung des Verkaufs des Flughafengeländes stark machen. In einem etwaigen Genehmigungsverfahren werden BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN darauf dringen, dass dem Investor keine Auflagen erlassen werden. Die Bürgerbewegung und die Menschen der Region können sich auch in Zukunft darauf verlassen, dass Sie in BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ehrliche Partner und Unterstützer ihrer Anliegen an der Seite haben. Mit freundlichen Grüßen |