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| Pressenotiz: Besuch beim Ministerpräsidenten am 19. Dezember 2005 |
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Böhmer von Informationen der Bürgerbewegung überrascht
Die Vertreter der Bürgerbewegung "Contra Schweinemast im Ziegelrodaer Forst" informierten den Ministerpräsidenten, Herrn Prof. Dr. Böhmer, in seinem Amtszimmer am Montag, den 19.12.2005, ausführlich über die Vorgänge um dem Verkauf des Flugplatzes Allstedt. Zunächst äußerten sie ihre Befürchtungen bezüglich des geplanten Baus einer Schweinemast- und Zuchtanlage auf dem Flugplatz Allstedt. Sie verwiesen dabei auf die natur-, umwelt- und tierschutzrechtliche Bedenken ebenso wie auf die eher negativen Auswirkungen für die weitere Entwicklung des Tourismus in der Region. "Arbeitsplätze", so Bernhard Schneider, Sprecher der Bürgerinitiative, "würden wenn überhaupt, erst in einigen Jahren entstehen. Letztendlich wird die Arbeitsplatzbilanz für unsere vom Tourismus und Landwirtschaft geprägte Region durch den Bau einer solchen Industriellen Anlage negativ ausgehen." Der Ministerpräsident wurde zudem auf die Kapazitätserweiterung des Schlachthofes Weißenfels und deren Auswirkungen für die Region aufmerksam gemacht. Der Schlachthof Weißenfels soll auf eine Kapazität von reichlich 20.000 Schweinen/Tag erweitert werden, d. h. bei 250 Produktionstagen werden ca. 5 Mio. Schweine getötet. "Damit", so der Sprecher der Bürgerbewegung Bernhard Schneider, "wird in Weißenfels das 4-fache des für Sachsen-Anhalt durchschnittlich erforderlichen Schweinefleischs produziert. Es muss die Frage erlaubt sein, wem nützt das, was machen wir aus dem Kulturland Sachsen-Anhalt?" Ebenfalls brachte die Bürgerbewegung zum Ausdruck, dass aus ihrer Sicht einige Abläufe der Zuschlagserteilung nicht korrekt erfolgt sind. So wurden weder, wie vom Finanzministerium mehrfach behauptet, die Anliegergemeinden vorher um Zustimmung ersucht noch die Natur- und Umweltschutzbelange, die in der Ausschreibung eine wesentliche Rolle spielten, bei der Vergabe kaum beachtet. Ministerpräsident Böhmer äußerte zu den vorgebrachten Problemen sein Verständnis und versprach, den Vorgängen, die ihm im wesentlichen nicht bekannt waren, nachzugehen. Während des Gespräches wurde dem Ministerpräsidenten noch eine Mappe mit aussagefähigen Unterlagen überreicht, in der auch die Alternativangebote enthalten waren. "Das sind", so Schneider, "angefangen von Angebot der Bürgerbewegung über das noch immer gültige Angebot der Fa. Bennemann/Heidepark bis hin zum Projekt Bambusaufbereitung allesamt Vorhaben, die es verdient hätten, geprüft zu werden." Eine solche Prüfung versprach der Ministerpräsident, der die Bürgerbewegung in Kürze über den Fortgang informieren will. Bernhard Schneider |
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