Allstedter Appell
der Protestveranstaltung vom 15. Oktober 2005

Wir, die Männer, Frauen und Kinder der heutigen Protestveranstaltung, unterstützt von den Natur-, Umwelt- und Tierschutzverbänden, von Vertretern der Kirche, von den Kommunalpolitikern der Region Allstedt, Wiehe und Querfurt, appellieren an die Landesregierung Sachsen-Anhalts und an alle politischen Kräfte des Landes:

  • Hören Sie auf die Stimme des Volkes, eine Zunahme von Politikverdrossenheit wäre ansonsten die Folge.
  • Stoppen Sie den Verkaufsvorgang an den Investor einer Schweinefabrik, vergegenwärtigen Sie sich die Ausmaße der entstehenden Schäden für Natur und die regionale Wirtschaft.
  • Geben Sie den Weg frei für naturverträgliche, innovative Investitionen und Arbeitsplätze, unser Angebot liegt auf Ihren Tischen.
  • Nehmen Sie Ihre Verantwortung wahr, handeln Sie entsprechend dem Grundgesetz „Das Land und die Kommunen schützen und pflegen die natürlichen Grundlagen jetzigen und künftigen Lebens.“
Wir, die Bürgerinnen und Bürger dieser Region fordern Sie auf,
  • das kulturelle Erbe unserer Region und ihre reiche Naturausstattung als einen unschätzbaren Standortvorteil zu erhalten, zu schützen, zu pflegen und zu entwickeln, denn man kann nicht in einem Atemzuge den Tourismus im Zusammenhang mit der Himmelscheibe fördern und gleichzeitig ein Projekt, das im höchsten Grade die Wälder des gleichen Forstes gefährdet, begünstigen;
  • der Bedeutung von Natur und Umwelt Rechnung zu tragen und keine weiteren Gefährdungen und Schädigungen zuzulassen. Im Interesse unserer Kinder und Enkelkinder ist es höchste Zeit zur Umkehr;
  • Ihr gegebenes Versprechen wahr zu machen, die umweltrechtlichen Bedingungen der Anlage zu prüfen und dabei auch keine Ausnahmen zuzulassen, weil Sie ansonsten unglaubwürdig werden;
  • dem Mittelstand dieser Region Unterstützung zu geben und gemeinsam Chancen für nachhaltige und innovative Entwicklungen zu nutzen. Wir bieten unsere Unterstützung an;
  • fördern Sie den Erhalt bäuerlicher Betriebe, indem Sie keine industrielle Tieranlagen zulassen. Bäuerliche Betriebe schaffen mehr Arbeitsplätze als industriell betriebene;
  • der Verantwortung gegenüber unseren Mitgeschöpfen Rechnung zu tragen und Tierleben nicht als bloße Ware zu behandeln.
Hören Sie auf die Zeichen der Zeit, unsere Überflussgesellschaft ruiniert die Umwelt und das Leben auf unserer Erde!

Die Männer, Frauen und Kinder der Protestveranstaltung
Allstedt, am 15. Oktober 2005

Einen Bericht über die Veranstaltung finden Sie hier.

 
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19.00 Uhr
Gaststätte Quernetal
Lodersleben

 
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