Die 'Schweinefabrik' in Zahlen
Der geplante Bau einer Schweinezucht- und Schweinemastanlage durch die Gebrüder Nooren GbR auf dem Flugplatz Allstedt hat zur Bildung unserer Initiativgruppe besorgter Bürger geführt. Den Anlass dafür gaben die gigantischen Ausmaße der geplanten Anlage und der Standort mitten im Ziegelrodaer Forst. Die Fa. Biopark GbR Flugplatz Allstedt plant auf der Hauptlandebahn des ehemaligen sowjetischen Militärstützpunktes eine Schweinezucht- und Schweinemastanlage. Das Gelände befindet sich im Norden des Landschaftsschutzgebietes "Saale-Unstrut-Triasland" und wird unmittelbar von einem empfindlichen Ökosystem umschlossen.

Zur Anlage und deren Auswirkungen nachstehende Fakten:

Gesamtlänge:
2.500m
Länge der Stallanlagen:
1.590m
Breite der Stallanlagen:
50m
Gülleanfall:
123.000 m³ pro Jahr
Gülletransport:
4.100 Transporte pro Jahr mit 30m³ Tankwagen
Schadstoffemmission:
u.a. 277 Tonnen Ammoniak pro Jahr
Kapazität:
7.500 Sauen

26.850 Ferkel

60.000 Mastchweine

1.200 Jungsauen













Die Größe der Anlage wird allein dadurch verdeutlicht, wenn man sich vor Augen führt, dass die Anlage nahezu 3mal so lang ist wie Lodersleben in seiner längsten Erstreckung. Hierzu kann man sich auch ein Luftbild bei Google-Maps ansehen.

Um diese Größenordnungen ins rechte Licht zu setzen, sei darauf hingewiesen, dass für Schweinehaltungen ab 500 Sauen-, 4.500 Ferkel- und 1.500 Mastschweineplätzen vom Gesetzgeber zur wirkungsvollen Begrenzung der Ammoniakemissionen eine Genehmigungspflicht gemäß Bundesimmissionsgesetz besteht. Wie leicht zu erkennen ist, wird bereits jede einzelne Position für sich genommen in Größenordnungen überschritten. Mit erheblichen Ammoniakbelastungen muss folglich gerechnet werden.
 
Nächster Sitzungstermin

19. April 2012
19.00 Uhr
Gaststätte Quernetal
Lodersleben

 
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