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| Bürgerbewegung erläutert Bedenken zum Bebauungsplan Allstedt |
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Der Gemeindesaal des Wolferstedter Pfarrhauses war bis auf den letzten Platz besetzt, als die Bürgerbewe-gung am 17. Juli 2008 ihr Thesenpapier zu Auffälligkeiten des zur Zeit im Verwaltungsprozess befindlichen Bauplanes „Allstedter Heide“ vorstellte. Unter den zahlreichen Teilnehmern waren auch die Bundestagsabgeordnete Frau Undine Kurth, der Bürgermeister der Stadt Allstedt, Jürgen Richter sowie einige Stadt- und Gemeinderäte aus Allstedt und Wolferstedt. Die Vertreter der Bürgerbewegung haben sensibilisiert durch Erkenntnisse aus einem nunmehr schon mehr als 5-jährigen Widerstandes gegen den Bau einer Schweinefabrik die Entwürfe des B-Planes, den die Bürgerbewegung grundsätzlich befürwortet, hinsichtlich der Möglichkeit, dort eine Schweinemastanlage bauen zu können, geprüft. Pfr. Rainer Hoffmann dazu: „Einige Änderungen gegenüber der ursprüng-lichen Planung geben uns Veranlassung, davon auszugehen, dass diese Möglichkeit gegeben ist.“ Falls die Schweinemast- und zuchtanlage noch nicht vom Tisch ist, so Hoffmann, hätte der Investor mit dem bestätigten B-Plan die Möglichkeit, unter Umgehung eines für ihn aufwendigeren Raumordnungs-verfahren sich so deutliche Erleichterungen bei der Umsetzung seiner Ziele verschafft. Damit dieses ausgeschlossen bleibt, appellierte die Bürgerbewegung an die Stadt- und Gemeinderäte, einen Passus in den Plan mit aufzunehmen, der gewerbliche Tierhaltung innerhalb des beplanten Gebietes ausschließt. In der anschließenden Diskussion wurden zahlreiche Fragen gestellt, die darin gipfelten, dass eben gerade das getan werden muss, um den Bau einer derartigen Anlage zu verhindern. Bernhard Schneider, der Sprecher der Bewegung brachte es auf den Punkt, indem er an die Volksvertreter appellierte: „Nach meinem Rechtsverständnis haben Sie es in der Hand, bei der Beschlussfassung zum B-Plan unsere gemeinsamen Befürchtungen abzuwenden. Sie sollten die Tierhaltung von der Nutzung auf dem geplanten Gewerbegebiet ausschließen.“ Mit starkem Beifall wurde der Standpunkt der Stadträtin Simone Kosiol quittiert, als sie sich dafür aussprach die Passagen, die zum Ausschluss der Tierhaltung vorgeschlagen wurden, in die Beschlüsse aufzunehmen. In der Runde warteten nun alle auf die Erläuterungen und den Standpunkt des Allstedter Bürgermeisters Jürgen Richter. Richters wichtigste Aussage: „Doppelte Sicherheit ist angebracht; Ergänzungen, die eine gewerbliche Tierhaltung ausschließen, sind verbindlich festzulegen. Im Hauptausschuss hat es erste Beratungen dazu gegeben.“ Weiter appellierte er, dass man fair bleiben sollte: „Man sollte kein Misstrauen säen, immerhin hat Herr Jacobus Nooren öffentlich erklärt, er habe nicht vor, eine Mastanlage im Gewerbegebiet zu errichten.“ Bernhard Schneider dazu: „Wenn Herr NOOREN ehrlich mit uns umgeht, dann wird er unseren Standpunkt akzeptieren. Zumal eine Schweinemastanlage auf dem geplanten Gewerbegebiet keine günstigere Situation bringen würde. Im Gegenteil, die Belastungen, die von einer derartigen Anlage ausgehen, rücken näher an Allstedt, Wolferstedt und Winkel und bringen erhöhte Gefahren für die angrenzenden Wälder und Grundwasserschutzgebiete.“ Abschließend konnte übereinstimmend festgestellt werden, wir sollten wachsam bleiben. Die im Appell an die Volksvertreter empfohlenen Änderungen, die eine gewerbliche Tierhaltung ausschließen, sind letztlich ein Gewinn für die Region. V.i.S.d.P. Bernhard Schneider |
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