Entscheidung im Raumordnungsverfahren reift heran

Nachdem im November vergangenen Jahres das Raumordnungsverfahren mit integrierter Umweltverträglichkeitsprüfung zum Schweinemastbetrieb auf dem Allstedter Flugplatz eröffnet und Ende Februar die letzten Stellungnahmen fristgemäß der zuständigen Behörde, dem Landesverwaltungsamt in Halle, zugeleitet wurden, scheint die Phase der Prüfung der Unterlagen des Antragstellers und die dazu eingereichten Stellungnahmen sich dem Ende zuzuneigen.

Vom Leiter der Behörde, Präsident Thomas Leimbach, hat die Bürgerbewegung „Contra Schweinefabrik im Ziegelrodaer Forst“ erfahren, dass die Umweltverträglichkeitsprüfung voraussichtlich noch im April und die landesplanerische Beurteilung bis spätestens zum 20. Mai 2007 abgeschlossen werden wird. Bernhard Schneider, Sprecher der Bürgerbewegung kommentiert dies mit den Worten: „In den nächsten Wochen wird es spannend. Hier wird sich zeigen, ob Umweltschutz nicht nur auf dem Papier steht, sondern auch umgesetzt wird. Immerhin tragen gesunde Wälder, intakte Ökosysteme, Artenschutz und die Sicherung der Trinkwasserschutzgebiete im Einzugsbereich der vorgesehenen Schweinefabrik auch zum Schutz unserer Lebenssphäre bei.“

Einem von der Initiativgruppe der Bürgerbewegung angebotenen offenen Gespräch, an dem auch der Investor hätte teilnehmen sollen, ist das Landesverwaltungsamt im laufenden Verfahren bisher ausgewichen. Seitens der Initiativgruppe war vorgesehen, den Leiter des Landesverwaltungsamtes über unsere Bemühungen Natur und Umwelt in unserer Region zu schützen, naturverträgliche Investitionen und touristische Projekte zu fördern, zu informieren. Leider teilte Präsident Leimbach der Initiativgruppe der Bürgerbewegung mit, „... im Hinblick auf das laufende Verfahren möchte ich meine Neutralität wahren und nicht den Anschein erwecken, durch ein Gespräch eine Seite zu bevorzugen.“ Diese Äußerung stößt schon etwas bitter auf. „Uns ist schließlich bekannt, so Pfr. Rainer Hoffmann aus Wolferstedt, dass in Vorverhandlungen mit dem Antragsteller seitens der zuständigen Fachdezernate des Landesverwaltungsamtes durchaus gesprochen wurde.“

Damals wurden seitens der Fachdezernate keine grundsätzlichen Bedenken bezüglich des Baus einer industriellen Schweinezucht- und Mastanlage auf dem Flugplatzgelände Allstedt geäußert. „Wir werden aber, so Hoffmann, den Standpunkt des Präsidenten respektieren und hoffen, dass er dabei bleibt das Vorhaben nach den heute bekannten Aspekten sachlich und rechtlich abgewogen zu prüfen.“ Hoffmann: „Zugunsten des Landesverwaltungsamtes gehen wir davon aus, dass den Beteiligten die besondere Lage des Flugplatzes, mitten in sensiblen Natur- und Wasserschutzgebieten, damals nicht bekannt war.“ Schneider ergänzt: „Nun allerdings ist das Gelände untersucht und wird einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen. Wir warten daher gespannt auf die Ergebnisse des Raumordnungsverfahrens und hoffen, dass 4 Jahre Bürgerbewegung nicht für umsonst waren.“

Die Bürgerbewegung plant zu gegebener Zeit, den Ausgang des Verfahrens in öffentlichen Informationsveranstaltungen in Querfurt und Allstedt zu erläutern. In Abhängigkeit von den Ergebnissen sollen dann die nächsten Aktivitäten festgelegt werden.

Bernhard Schneider
Sprecher der Bürgerbewegung

 
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11. Oktober 2012
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Gaststätte Quernetal
Lodersleben

 
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